Erfolgsstrategien können nicht funktionieren

Erfolgsstrategien können nicht funktionieren, weil sie davon ausgehen,  dass es da Jemanden gäbe, der als persönlich handelndes Individuum existiert, das willentlich und wissentlich Entscheidungen treffen könnte und somit in eigener Verantwortung handelt. 

Dies ist eine Illusion!

Was den freien Willen angeht, so hat die neuste Hirnforschung klar  bewiesen, dass, bevor eine Person den Gedanken einer eigenständigen Entscheidung denkt, diese
Entscheidung schon Sekundenbruchteile vorher in 
seinem Gehirn getroffen wurde. Diese bedeutet, dass wir keinen freien Willen haben, sondern uns lediglich mit der schon getroffenen Entscheidung identifizieren. 

Wir entscheiden also nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was  entschieden wurde! 

Selbst diese Aussage geht noch nicht weit genug. Im Grunde genommen  wird überhaupt nichts entschieden, alles geschieht lediglich aus sich heraus, ohne Sinn und Zweck. 

Die Quantenphysik hat herausgefunden, dass alles in jedem Augenblick  völlig neu erschaffen wird, aus dem Feld der Möglichkeiten, und zwar durch den Akt der Messung, der Beobachtung. 

Dass sich unser Leben wie eine lineare Fortbewegung darzustellen  scheint, obwohl alles immer wieder neu erschaffen wird, liegt daran, dass der Akt der Beobachtung ( unsere persönliche Konditionierung ) aus dem Feld der Möglichkeiten immer ähnliche Ergebnisse erzeugt und unser Verstand durch seine interpretierende Fähigkeit dies Ganze in ein Ursache-Wirkungs-Konzept transferiert. 

Dies bedeutet für unseren Alltag, dass das, was wir als unsere Welt,  unseren Erlebniskosmos bezeichnen, aufgrund der Konditionierung unseres Verstandes immer gleich oder ähnlich zur Darstellung kommt und somit auf der Verstandesebene selbst nicht veränderbar ist. 

"Wir können die Probleme nicht auf der Ebene lösen, auf der wir sie  wahrnehmen" Albert Einstein 

Da der Mensch aber selbst das Ergebnis der Erschaffung durch  Beobachtung aus dem Feld der Möglichkeiten ist, wie könnte er die  Erscheinungen, bzw. sich selbst verändern. 

Oder glaubst Du, man könnte sich selbst am Kragen aus dem Schlamm  ziehen oder sein Auto anschieben während er noch drin sitzt?

Die einzige Möglichkeit besteht lediglich, auf Grundlage dieser  Erkenntnisse, sich aus der Identifikation mit der Persönlichkeit ( dem Verstand ) zu lösen, dadurch alte Denkmuster zu deaktivieren und eine Möglichkeit zur Veränderung zu schaffen. 

Aber, ob das geschieht, entschiedest nicht Du ( als Person ), es geschieht einfach – oder  nicht. 

Aus dem Paradoxon, keine Entscheidung zu haben und doch eine  Entscheidung treffen zu müssen, kommen wir nicht heraus. Die letzte Frage bleibt unbeantwortet. 

In Liebe
Elmar Gányi

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