Wer bin ich?

Diese Frage wird – leider – von den wenigsten Menschen gestellt, dabei ist sie die fundamentalste Frage überhaupt.

Die Welt der Menschen, ihr persönlicher Bereich, ihr Alltag, ihre sog. Probleme, auch die Wissenschaft, die naturwissenschaftlichen Gesetze beruhen alle auf Annahmen, die irgendwann getroffen wurden, bzw. herausgefunden wurden.

So scheint es zumindest.

Man hat sich auf gewisse Annahmen geeinigt und dann auf Grundlage dieser Annahmen eine Welt konstruiert.

Diese Annahmen sind falsch!

Eine dieser Annahmen ist, zu wissen, wer man ist.

Stellt man Jemandem die Frag, wer er sei, bekommt man als Antwort meistens einen Namen, Vor- oder Nachnamen, einen Beruf, eine Staatszugehörigkeit, Religionszugehörigkeit u.ä. genannt.

Dies jedoch beantwortet jedoch die Frage nicht: “Wer sind Sie?“

Die „normalen“ Leute gehen davon aus – und dies ist keine Frage des Intellektes – dass sie eigenständige, individuelle Wesen seien, die in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen, zu wählen, ihr Leben in Eigenverantwortung zu gestalten und zu bestimmen, d.h. letztendlich ihr Leben zu kontrollieren.

 Wenn man diese Annahme akzeptiert, resultiert daraus die Annahme, dass Jemand, der, eine entsprechende Ausbildung vorausgesetzt, sich anstrengt, bemüht, Ehrgeiz entwickelt und sich an die Regeln der Gesellschaft hält, unweigerlich Erfolg haben müsste.

Ist dem dann nicht so, Jemand bleibt finanziell, seine Position betreffend, Partnerschaft betreffend etc. erfolglos, unterstellt man, dass er wohl was falsch gemacht haben, sich nicht genug angestrengt, also faul gewesen sein muss und so seinen persönlichen Status selbst herbeigeführt hat.

Dies würde zutreffen, falls die o.g. Annahmen richtig wären, also was Freien Willen, Wahlfreiheit, Selbstbestimmung, Selbstverantwortung usw. angeht.

Dies ist jedoch nicht so.

Die Annahme ist falsch!

Wenn man genau hinschaut, so kann man feststellen, dass diese Art linearer Entwicklung, man könnte auch sagen, das Gesetz von „Ursache und Wirkung“, nicht existiert.

Dazu:
Was immer man versucht, zu erreichen oder zu verwirklichen, es wird einem nicht gelingen, falls es nicht vorgesehen ist. Auf der anderen Seite trifft auch zu, dass, was man auch immer versucht zu vermeiden, eintreffen, geschehen wird, egal wie groß die Anstrengungen sein mögen, es zu verhindern.

Dass dies zutrifft, kann man sowohl in seinem eigenen Alltag/Leben feststellen als auch auf der großen Bühne der Welt.
Ständig passieren Dinge, die wir nicht wollen.

Zurück zur Ursprungsfrage:“Wer bin ich?“

Die Beantwortung dieser Frage ist durch unseren Verstand nicht möglich, weil das, was ich wirklich bin, außerhalb des Verstandes liegt.

Was man jedoch erforschen kann, ist die Frage, „Was bin ich nicht?“, also eine Art Ausschlussverfahren.

Anders ausgedrückt, um zu erfahren, was ich bin, schließe ich alles aus, was ich nicht bin, was daher nicht die ursprüngliche Wahrheit sein kann.

Die Wahrheit zeichnet sich dadurch aus, dass sie immer war, immer sein wird, unveränderlich ist, ohne Form ist, unvergänglich ist, Essenz allen Seins ist.

Die EINZIGE Annahme, die diesem Anspruch genügt, ist die sichere Annahme:

ICH BIN = Ich existiere.

Als was? - Dies kann, wie gesagt, auf Verstandesebene nicht verstanden oder erfahren werden.

Wenn ich auf dieser Grundlage alles ausschließe, was die Eigenschaften der Wahrheit nicht erfüllt, bleibt das übrig, was wahr ist.

Anders ausgedrückt, NICHTS, was wir annehmen, ist wahr, weil es Veränderungen unterworfen ist.

Alles baut auf der Existenz einer grenzenlosen Essenz auf, die alles erschafft und gleichzeitig wahrnimmt, die Welt, die Menschen, das Universum, einfach alles.

Außerhalb davon gibt es nichts.

Es gibt keine Welt „da draußen“, das ist nur ein Gedankenspiel, ein Traum, es gibt nur diese eine Essenz, Präsenz, Gott oder was auch immer.

Dies wiederum bedeutet, es gibt keine getrennten Wesen, Persönlickeiten, Individuen usw.

Alles ist dieses EINE.

Dieses EINE erschafft, kontrolliert, nimmt wahr.

Der Mensch denkt nicht, handelt nicht, er ist im EINEN schon das Gedachte, Erschaffene.

Dies verändert Alles und mit seiner Erkenntnis und Anerkennung hat es enorme Auswirkungen auf das sog. „Leben eines individuellen, vernunftbegabten Menschen“

Am Ende bleibt nur DAS EINE.

Wenn Dir diese Erläuterungen Anlass zum nachforschen sein sollten, dann mach´Dich auf den Weg.

Du wirst belohnt werden durch das, was Du findesn wirst, nämlich DICH

In Liebe
Elmar Gányi


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