Wie ES geschah

E scheint so, als ob alle Dinge, Ereignisse, wir selbst eine Art Entwicklung durchmachen,
sozusagen einen Reifeprozess. Im Nachhinein betrachtet scheint es bei mir jedenfalls so gewesen zu sein. 

Alles lief ganz normal, wie in jeder gutbürgerlichen Familie.  Nach dem Abi – ich kürze jetzt mal ein bisschen ab – hab ich ein Sportstudium absolviert zum Dipl.Sportlehrer, danach war ich ziemlich erfolgreich tätig als Tennis-, und Skilehrer, habe eine Tennishalle gebaut usw. 

Irgendwann hatte sich das Ganze aber und es hat mich in Richtung Heilberuf betrieben, d.h.  ich habe eine Ausbildung als Heilpraktiker gemacht und meine eigene Praxis eröffnet. Themenschwerpunkte waren damals ( Eröffnung 2000 ) Farbpunktur ( Lichttherapie ), Akupunktur und invasive Therapie ( Quaddeln etc. ). 

Soweit, so gut! Es hat jedoch nicht lange angehalten, da bekam ich durch eine Freundin das  Buch „Krankheit als Weg“ in die Hände und es war wie eine Erleuchtung. Der scheinbare Zusammenhang zwischen Krankheitssymptomen und unserer psychisch/mentalen Befindlichkeit ließ mich nicht mehr los. 

Ich praktizierte darauf intensiv im Bereich Psychosomatik.

Der Gedanke war, wenn unser körperliches Befinden ein Ausdruck unseres psychischen  Befindens ist, etwas mit unserem Verhalten zu tun hat, dann müsste eigentlich durch ein verändertes Verhalten auch im körperlichen Bereich eine Veränderung zu bewirken sein. 

Das war der Ansatz, jedoch, trotz aller Bemühungen war diese Erkenntnis nicht 1:1  umsetzbar. Im Gegenteil, ich musste lernen, zu akzeptieren, dass die Menschen, die zu mir kamen, nicht daran interessiert waren, an ihrem Verhalten zu ändern, nein, sie wollten nur einfach ihre Symptome loswerden. 

Für mich war jedoch klar, dass es da irgendeinen Zusammenhang geben musste und so hab  ich dann Alles gelesen, was ein Sucher auf dem Büchermarkt der Spiritualität, Psychologie und zuletzt Esoterik finden kann ( fast). 

Aber auch alle angepriesenen Konzepte von „bestellen“, wünschen“,  „Energieübertragung“, „Engel“ und was es da so Alles gibt hatten sich ziemlich schnell für mich erledigt. 

Ein einschneidendes Erlebnis geschah 2005.

Ich saß gerade in meiner Stammkneipe – nach getaner Arbeit – und unterhielt mich mit  meinen Nebenleuten, als ich auf einmal aus dem ganzen Szenario herausgenommen wurde, es war absolute Ruhe um mich herum, obwohl die Gespräche meiner Nebenleute weiter liefen. Ich saß weiter auf meinem Stuhl, aber es hatte nichts fokussiertes mehr, alles war wie die Wahrnehmung eines Gesamtgeschehen. Dieser Elmar saß zwar da, aber das, was das wahrnahm, hatte nicht mehr diesen Selbstbezug, war nicht mehr auf diese Person begrenzt. Absolute Ruhe, Stille, ein überwältigendes „einfach-da-sein“.  Dies hielt vielleicht 2/3 Minuten an, dann kehrte so langsam der Bezug zu diesem Elmar zurück, die Gespräche wurden wieder lauter, ich wurde wieder in das ganze Szenario, in die „Realität“ integriert. 

Umkehrbar war diese „Erfahrung“ nicht mehr. 

Die Weichen waren gestellt, es gab kein Zurück mehr und gibt es heute nicht.  Danach fand ein akribisches Suchen nach der Wahrheit, nach mir statt, die damit endete, zu erkennen, dass das, was wir unser Leben nennen, eine – zugegebenermaßen – perfekte Illusion ist, dass wir nicht die Schöpfer sind, das handelnde Subjekt, sondern Teil des Erschaffenen, ein Objekt, ohne Kontrolle, ohne freien Willen, ohne Wahlmöglichkeit. 

Erschreckend?

Nein – befreiend, beruhigend!!

Aus dieser Erkenntnis heraus schreiben sich die Essays, die Postings, gestaltet sich alles, was  mit mir zusammenhängt. 

Es gibt sonst nichts, in diesem Geiste mache ich auch meine Musik.

Was denn nun mit dem normalen Leben ist?

Das ist das normale Leben, das vorherige war das verrückte, unnormale.

Es gibt nur : "Ich bin"!

DAS IST ES

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